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Vereinschronik

Am 15. Dezember 1920 wurde der Musikverein "Konkordia" Malsch im damaligen Gasthaus "Prinz Karl" aus der Taufe gehoben. Wer in den Annalen des Vereins blättert, ist erstaunt über das bewegte und zielstrebige Vereinsleben. Die vergangene Zeit ist gekennzeichnet von der Not und des Wohlstandes, von Krieg und Frieden. Diese wechselvolle Geschichte unseres Landes hat das Werden und Gedeihen des Vereins entscheidend mitgeformt.

Erste Anfänge

Musikkapelle 1925, Dirigent: Wilhelm Spieler

Der Musikverein "Konkordia" ging hervor aus einem Häuflein aktiver Musiker, die sich bereits vor der Jahrhundertwende in der "guten alten Zeit" der Volksmusik verschrieben hatten. Die Jugend der 70-er und 80-er Jahre des 19. Jahrhunderts huldigte nach dem siegreichen Krieg über Frankreich dem Gedanken der Vaterlandsliebe und der Einheit des Deutschen Reiches. Es war die sogenannte "Gründerzeit", in der viele wirtschaftliche, politische und kulturelle Vereine ins Leben gerufen wurden. Im Jahre 1895 siedelte der Holzschuhmacher Gustav Stolz aus Au am Rhein nach Malsch. Er war ein begeisterter Musikfreund und sammelte die musizierende Malscher Jugend um sich. Die Musikproben hielt man in der Holzschuhmacher-Werkstatt ab. Bald entwickelte sich die Gruppe zu einem spielfähigen Ensemble. 

Die "Stolz'sche Kapelle" spielte alsdann in der Zeit um die Jahrhundertwende regelmäßig bei "Steinels", damaliges Gasthaus zum "Prinzen Karl" zum Tanze aus. Die Kapelle spielte bei örtlichen Veranstaltungen wie Kirchenparade, Kaisers- und Großherzogs- Geburtstagen, Vereinsbällen von Krieger- und Gesangverein. Sie war auch in der näheren Umgebung sehr gefragt.